Die beteiligten Einheiten

Das Logistikbataillon 7 ist Teil der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ mit Standort in der Glückauf-Kaserne in Unna, Nordrhein-Westfalen. Es gehört zu den Eingreifkräften der Bundeswehr, die vor allem für Auslandseinsätze ausgebildet werden. Einer breiten Öffentlichkeit ist das Bataillon durch den Vorwurf bekannt, Ausbilder der 7. Kompanie des Vorgängerverbandes Instandsetzungsbataillon 7 hätten im Jahre 2004 während der Allgemeinen Grundausbildung Rekruten misshandelt (Coesfelder Bundeswehr-Skandal).

Auch das Mittlere Transporthubschrauberregiment des Heeres in Rheine-Bentlage ist Bestandteil der Eingreifkräfte der Bundeswehr. Der Kommandeur erklärte uns bei einem Truppenbesuch im August 2008 stolz, dass seine Einheit bisher bei jedem Einsatz der Bundeswehr im Ausland beteiligt war. Ohne die Transportkapazitäten der Sikorski-Hubschrauber können keine Kampfeinsätze durchgeführt werden. Nun wird die Einheit noch zusätzlich mit weiteren Kampfhubschraubern „Tiger“ für den Einsatz in aller Welt fit gemacht. Die Westfälischen Nachrichten berichteten am 29.10.08: „Ihre besten Piloten, die „Top Guns“, werden zusammen mit den Spezialkräften und den KSK-Kommandosoldaten der Bundeswehr ins Trainingslager geschickt… Die Aufgabe der Hubschrauber-Piloten: Sie sollen die Kommandosoldaten bei Tag oder bei Nacht schnell, präzise und punktgenau – auch unter Bedrohung – ins Ziel bringen… Einsatz am Limit. Schnell rein, schnell raus. Immer nur eine Chance.“

Das Sanitätsregiment 22 in Ahlen ist ein so genannter „ZMZ-Stützpunkt“ der Bundeswehr.
Die Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr (ZMZ) umfasst alle Maßnahmen, Kräfte und Mittel, welche die Beziehungen zwischen Dienststellen der Bundeswehr auf der einen Seite und zivilen Behörden sowie der Zivilbevölkerung auf der anderen Seite regeln, unterstützen oder fördern, sowohl innerhalb Deutschlands als auch bei Einsätzen im Ausland. ZMZ Bw schließt die Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen und anderen nicht-staatlichen Organisationen sowie internationalen Organisationen ausdrücklich ein. Hilfsorganisationen kritisieren das Konzept, da Auslandseinsätzen der Bundeswehr durch die zivile Komponente ein humanitärer Deckmantel verpasst werden soll, und damit der Krieg verharmlost wird. Für die zivilen Kräfte steigt das Risiko, Ziel von gewalttätigen Aktionen zu werden, da sie für die Bevölkerung vor Ort oft nur schwer von den militärischen Akteuren zu unterscheiden sind und somit als potentielle Feinde wahrgenommen werden. Außerdem wird durch die Zusammenarbeit von zivilen mit militärischen Akteuren die Neutralität der zivilen Helfer und Helferinnen in Frage gestellt, die für eine humanitäre und zivile Arbeit Voraussetzung ist.